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Satzung
Die Satzung der Kronberg Siftung für die Ev. Markus-Gemeinde Schönberg

Präambel
§ 14 Inkrafttreten

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Präambel
 
Bereits die Bibel weiß um die Notwendigkeit finanzieller Unterstützung der Gemeinde, um dem Auftrag des Evangeliums, wie Jesus Christus es vermittelt hat, nachzufolgen. Langfristig können über den gemeindlichen Haushalt die vielfältigen und geschätzten  Aufgaben der Seelsorge und Diakonie im weitesten Sinne nicht mehr in dem erforderlichen und wünschenswerten Umfang bestritten werden. Mit der Kronberg Stiftung wird daher eine weitere und notwendige Finanzierungssäule geschaffen.
 
Grundlage hierfür bilden neben den Zuwendungen der Stifterinnen und Stifter die Erbschaften von Gemeindeschwester Johanna Haag (verstorben 1947), Frau Margarete Luise Jacobi (verstorben 1996) und Frau Nelly Schrodt (verstorben 1997). Durch ihre großzügigen Zuwendungen an die Evangelische Markus-Gemeinde haben die Erblasserinnen Zeichen des Vertrauens und der Verbundenheit gesetzt, welche Stifterinnen und Stifter mit Dankbarkeit aufnehmen und weitergeben wollen. 
 
Stifterinnen und Stifter treten durch die Errichtung der Kronberg Stiftung aktiv für die Verankerung christlich-kultureller Grundwerte ein. Die Kronberg Stiftung dient dem Miteinander und dem kulturellen Leben in Kronberg und strahlt über die Gemeindegrenzen hinaus aus. Die Möglichkeit offener und toleranter Begegnung von Menschen aller Altersgruppen soll gefördert werden. nach oben
 
 
§ 1  Name, Sitz und Rechtsform
 
(1) Die Stiftung führt den Namen „Kronberg Stiftung“.
 
(2) Die Stiftung hat ihren Sitz in 61476 Kronberg im Taunus.
 
(3) Sie ist eine rechtsfähige, kirchliche Stiftung des bürgerlichen Rechts. nach oben

 
§ 2  Stiftungszweck
 
(1) Die Stiftung verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und kirchliche Zwecke im Sinne des Abschnittes „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung. 
 
Zweck der Stiftung ist die Förderung der Arbeit der Evangelischen Markus-Gemeinde in Kronberg-Schönberg. Der Stiftungszweck wird insbesondere verwirklicht durch die Bereitstellung von Sach- und Geldmitteln zur Verwirklichung steuerbegünstigter Zwecke, insbesondere für: die Förderung von Projekten im Rahmen der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen (zum Beispiel durch die Finanzierung eines Jugendreferenten) und Familien sowie die Unterstützung der Qualifizierung der Arbeit der Kindertagesstätte in Trägerschaft der Kirchengemeinde;

a) die Förderung von Projekten im Rahmen der Aufgaben mit Seniorinnen und Senioren;
b) Projekte zur Unterstützung des kulturellen Austausches und Dialoges durch Förderung von Vortrags- und Diskussionsabenden;
c) die Unterstützung der Bildungs- und Betreuungsarbeit in den Schulen;
d) die Bereitstellung finanzieller Mittel zur Deckung dringender Notwendigkeiten der Kirchengemeinde, wie zum Beispiel der Erhalt der Pfarrstelle.
 
Die Stiftung ist selbstlos tätig. Sie verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Die Mittel der Stiftung dürfen nur für die in dieser Satzung festgelegten gemeinnützigen Zwecke verwendet werden. Die Stiftung darf keine juristische oder natürliche Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Stiftung fremd sind, und/oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen, Zuwendungen oder Unterstützung begünstigen.
 
Die Stiftung verwirklicht ihre Aufgaben selbst oder durch Hilfspersonen im Sinne des § 57 Abs. 1 Abgabenordnung, sofern sie nicht im Wege der Mittelbeschaffung gemäß § 58 Abs. 1 Abgabenordnung tätig wird. 
 
Die Stiftung kann Treuhänderschaften, unselbstständige Stiftungen von Privatpersonen inklusive der separaten Verwaltung des Stiftungsvermögen mit einem Mindestvermögen von 25.000,- € übernehmen, deren Zwecke im Rahmen der in dieser Satzung festgelegten Zwecke liegen. nach oben

 
§ 3  Stiftungsvermögen
 
(1) Im Zeitpunkt der Errichtung besteht das Stiftungsvermögen aus Barvermögen in Höhe von 181.000,-- € Euro. Der Wert des Grundstockvermögens ist in seinem Bestand grundsätzlich dauernd und ungeschmälert zu erhalten. Umschichtungen des Stiftungsvermögens sind nach den Regeln ordentlicher Wirtschaftsführung zulässig.
 
(2) Dem Stiftungsvermögen wachsen Zuwendungen zu, die dazu bestimmt sind (Zustiftungen).
 
(3) Die Erträge des Grundstockvermögens sind zur Erfüllung des Stiftungszwecks zu verwenden. Gleiches gilt für Zuwendungen, die der Stiftung zu diesem Zwecke oder ohne nähere Bestimmung zugewendet werden. Zuwendungen von Todes wegen, die vom Erblasser nicht ausdrücklich zur zeitnahen Erfüllung des Stiftungszweckes bestimmt sind, können dem Vermögen zugeführt werden.
 
(4) Rücklagen dürfen im Rahmen der steuerlichen Vorschriften gebildet werden. Zu diesem Zweck können im Rahmen des steuerlich Zulässigen die jährlichen Erträge aus der Vermögensanlage oder die sonstigen zeitnah zu verwendenden Mittel ganz oder teilweise der freien Rücklage zugeführt werden.
 
(5) Der Stiftungsvorstand beschließt jährlich, ob die in die freie Rücklage eingestellten Beträge dem Stiftungsvermögen oder einer Rücklage zur Erfüllung des Stiftungszwecks zugeführt werden sollen. nach oben
 
 
§ 4  Stiftungsorgane
 
(1) Organe der Stiftung sind der Vorstand und der Stiftungsrat.
 
(2) Die Mitarbeit in den Organen der Stiftung ist ehrenamtlich. Ein Entgelt wird von der Stiftung nicht gezahlt. Die Mitglieder des Vorstandes haben einen Anspruch auf Ersatz der ihnen entstehenden notwendigen Kosten.

(3) Die gleichzeitige Mitgliedschaft in mehreren Organen ist ausgeschlossen.
 
(4) Die Mitglieder der Organe sind zur ordnungsgemäßen Erfüllung ihrer Aufgaben verpflichtet. Im Falle leicht fahrlässiger Pflichtverstöße ist ihre Haftung ausgeschlossen. nach oben
 
 
§ 5  Vorstand
 
(1) Der Vorstand besteht aus 5 Personen. Die Amtsdauer beträgt 5 Jahre. Erneute Berufungen sind zulässig. Ein Mitglied des Vorstandes ist kraft Amtes  die Pfarrerin/der Pfarrer der Kirchengemeinde, zwei weitere Mitglieder sollen aus den Reihen des Kirchenvorstandes der Kirchengemeinde kommen.
 
(2) Die berufenen Mitglieder des Vorstands müssen einer Kirche angehören, die Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen ist. Die Mehrheit muss einer Kirche angehören, die Mitglied der Evangelischen Kirche in Deutschland ist. 
 
(3) Der Vorstand wird vom Kirchenvorstand der Gemeinde berufen. Nach Ablauf der Amtsdauer führt der amtierende Vorstand die Geschäfte bis zur Berufung des neuen Vorstands fort. Für jede Berufung eines neuen Vorstands kann der Stiftungsrat dem Kirchenvorstand für 2 Mitglieder Vorschläge unterbreiten. 
 
(4) Sofern ein Mitglied des Vorstandes vor Ablauf der Amtsdauer ausscheidet, ist für die verbleibende Amtsdauer ein neues Mitglied zu berufen.
 
(5) Der Vorstand wählt aus seiner Mitte eine Vorsitzende oder einen Vorsitzenden  und eine stellvertretende Vorsitzende oder einen stellvertretenden Vorsitzenden. nach oben
 
 
§ 6  Aufgaben des Vorstands
 
(1) Der Vorstand vertritt die Stiftung gerichtlich und außergerichtlich. Er hat die Stellung eines gesetzlichen Vertreters. Der Vorstand handelt durch jeweils 2 Mitglieder.

(2) Nach Maßgabe des Stiftungszweckes und dieser Satzung und im Rahmen der geltenden Gesetze verwaltet der Vorstand die Stiftung in eigener Verantwortung. Er erfüllt insbesondere folgende Aufgaben:
 
a) Verwaltung des Stiftungsvermögens einschließlich die Mehrung durch Einwerbung von Zustiftungen und Spenden,
b) Ausarbeitung, Vorbereitung und Durchführung aller Maßnahmen zur Erreichung des Stiftungszweckes, wobei der Stiftungsrat nach Maßgabe des § 9 dieser Satzung einbezogen wird,
c) Beschlussfassung über die Verwendung der Erträge des Stiftungsvermögens auf Antrag des Kirchenvorstandes, 
d) Einberufung und Vorbereitung der Sitzungen des Stiftungsrates, 
e) Führung der Bücher und Fertigung eines jährlichen Geschäftsberichtes wozu sich der Vorstand auf Kosten der Stiftung Dritter bedienen kann,  
f) Erstellung und Vorlage eines ordnungsgemäßen Jahresabschlusses und eines Tätigkeitsberichtes mit Vermerk eines Rechnungsprüfers  über die Erfüllung des Stiftungszwecks bei der Stiftungsaufsicht innerhalb von sechs Monaten nach Schluss des Geschäftsjahres. nach oben
 
 
§ 7  Beschlussfassung des Vorstandes
 
(1) Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte seiner Mitglieder an der Beschlussfassung mitwirken. Er fasst seine Beschlüsse mit einfacher Mehrheit der anwesenden Mitglieder. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme der oder des Vorsitzenden, im Falle seiner Verhinderung die Stimme der oder des stellvertretenden Vorsitzenden den Ausschlag.
 
(2) Bei Beschlussfassung im schriftlichen Umlaufverfahren ist die Mitwirkung aller Mitglieder des Vorstandes erforderlich.
 
(3) Über die Sitzungen ist eine Niederschrift anzufertigen, die von der Sitzungsleiterin/dem Sitzungsleiter zu unterzeichnen ist. Beschlüsse sind im Wortlaut festzuhalten. Die Vorstandsmitglieder erhalten Abschriften der Sitzungsniederschriften. nach oben
 
 
§ 8  Geschäftsführung
 
(1) Der Vorstand ist von der Vorsitzenden oder dem Vorsitzenden, im Falle seiner Verhinderung von der stellvertretenden Vorsitzenden oder dem stellvertretenden Vorsitzenden zu Sitzungen einzuberufen, so oft dies zur ordnungsgemäßen Geschäftsführung erforderlich erscheint, mindestens jedoch einmal im Jahr.
 
(2) Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Das erste Geschäftsjahr endet am 31.12. des Jahres, in dem die Stiftung anerkannt wird. nach oben

 
§ 9  Stiftungsrat
 
(1) Zur Beratung des Vorstands wird ein Stiftungsrat errichtet.
 
(2) Der Stiftungsrat besteht aus höchstens 9 Mitgliedern. Die Mitglieder des Stiftungsrates sollen fachlich und sachlich in der Lage sein, sich für die Belange der Stiftung einzusetzen. 
 
(3) Die Zusammensetzung des ersten Stiftungsrates bestimmt in zeitlicher Nähe zum Stiftungsgeschäft der Kirchenvorstand. 
 
(4) Die Amtszeit der Mitglieder des Stiftungsrates ist zeitlich unbefristet. Scheidet ein Mitglied aus dem Stiftungsrat aus, bestimmt er über die Nachfolge selbst. Der Kirchenvorstand der Markus-Gemeinde und der Vorstand der Stiftung sind berechtigt, geeignete Kandidaten und Kandidatinnen vorzuschlagen.
 
(5) Der Stiftungsrat gibt sich eine Geschäftsordnung und wählt aus seinem Kreis eine(n) Vorsitzende(n) und eine(n) stellvertretenden Vorsitzende(n).
 
(6) Der Stiftungsrat kann Empfehlungen und Voten aussprechen, wenn mehr als die Hälfte seiner Mitglieder anwesend sind. Er beschließt mit einfacher Mehrheit.
 
(7) Der Stiftungsrat überwacht die satzungsmäßige Arbeit der Stiftung, stellt den Jahresabschluss fest und erteilt Entlastung des Vorstandes.
 
(8) Der Stiftungsrat beschließt über notwendige Satzungsänderungen nach Maßgabe von § 12 dieser Satzung.

(9) Darüber hinaus hat er beratende Funktion. nach oben


§ 10  Stiftungsaufsicht
 
Die Stiftung unterliegt der Aufsicht der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau nach Maßgabe des § 20 Landesstiftungsgesetzes Hessen sowie des kirchlichen Stiftungsgesetzes. nach oben
 
 
§ 11  Satzungsänderung
 
(1) Der Vorstand und der Stiftungsrat beschließen  über Änderungen der Satzung in einer gemeinsamen Sitzung. Satzungsänderungen erfordern eine Zweidrittelmehrheit der Stimmen beider Organe. Eine Änderung des Stiftungszweckes ist nur zulässig, wenn sie wegen wesentlicher Änderung der Verhältnisse notwendig oder wenn die Erfüllung des Stiftungszwecks unmöglich geworden ist. 

(2) Beschlüsse über Änderungen der Satzung bedürfen der Genehmigung der kirchlichen Stiftungsaufsichtsbehörde. Beschlüsse über die Änderung des Stiftungszwecks bedürfen der Genehmigung der kirchlichen und staatlichen Stiftungsaufsicht. Sie sind mit einer Stellungnahme der zuständigen Finanzbehörde anzuzeigen. nach oben
 
 
§ 12 Zusammenlegung, Auflösung
 
(1) Die Auflösung der Stiftung oder ihre Zusammenlegung mit einer anderen Stiftung sind nur zulässig, wenn sie wegen wesentlicher Veränderung der Verhältnisse notwendig sind oder wenn die Erfüllung des Stiftungszwecks unmöglich geworden ist. 
 
(2) Derartige Beschlüsse können nur auf einer gemeinsamen Sitzung von Vorstand und Stiftungsrat gefasst werden. Sie bedürfen einer Mehrheit von drei Vierteln der Stimmen der beiden Organe.
 
(3) Die Zusammenlegung mit einer anderen Stiftung oder ihre Auflösung bedürfen der Genehmigung durch die kirchliche und staatliche Stiftungsaufsicht. Sie sind mit einer Stellungnahme der zuständigen Finanzbehörde anzuzeigen. nach oben
 
 
§ 13  Anfallberechtigung
 
Im Falle der Auflösung der Stiftung oder bei nicht nur vorübergehendem Wegfall der steuerbegünstigten Zwecke fällt das Vermögen an eine gemeinnützige, evangelische Organisation in Kronberg, mit der Auflage, es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige, kirchliche Zwecke in Kronberg-Schönberg zu verwenden, die dem ursprünglichen Stiftungszweck möglichst nahe sind. nach oben
 
 
§ 14  Inkrafttreten
 
Diese Satzung tritt mit dem Tage der Anerkennung der Stiftung durch die Aufsichtsbehörde in Kraft. nach oben
 
 
Kronberg, den 19.12.2007